4. Werner Artur Allenberger

Hildastraße 6

Quellen: Das wahre Gesicht des Rhein-Neckar-Kreises, Widerstand Seite 167 und Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung…, Urkunde Nr. 292 vom 22.12.1920 Standesamt Hockenheim

Opfer der Wehrmachtsjustiz wurde auch der Hockenheimer Bürger Werner Artur Allenberger. Herr Allenberger wohnte in Hockenheim in der Hilda Straße 6. Das Militärgericht in Bolgrad verurteilte den am 21. April 1944 verhafteten, gläubigen Zeugen Jehovas, Werner Artur Allenberger, wegen Kriegsdienstverweigerung zum Tode. Das Urteil wurde am 8. Mai 1944 in Tabaki bei Bolgrad vollstreckt.

Der damals 23-Jährige schrieb diesen Abschiedsbrief an seine Eltern:

„Meine Lieben Eltern,

Mein Hoffen und Wünschen war immer, Euch, liebe Eltern, wieder-
zusehen. Aber Gott der Richter über alles Menschliche und Irdische,
wird einsehen, dass ich als ehrlicher Mensch und gottgläubig diesen
Tod sterben muss. Ich will nun nicht mehr lange Worte machen und
weiß, dass wir nach dem irdischen Leben ein fröhliches Wiedersehen
im Himmel feiern werden.Weine nun nicht meine liebe Mama und
sei tröstlich mein lieber Papa.

In Liebe Werner“