10 Stolpersteine wurden gespendet

Nun hat auch Hockenheim seine „Stolpersteine“, die an das Schicksal der Hockenheimer erinnern, die in der Zeit des Nationalsozialismus ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Selbstmord getrieben wurden. Die Kosten für zehn Stolpersteine wurden gespendet. Mitglieder der CDU Hockenheim hatten sich nach einem entsprechenden Haushaltsantrag auf Einrichtung von Stolpersteinen sofort bereit erklärt, für die Stolpersteine zu spenden.

Die große Bereitschaft, für dieses sensible Thema zu spenden, überraschte alle. Statt der erhofften 2-3 Stolpersteine wurden es am Ende 10 Stolpersteine, also 1.200 Euro. Diese Summe wurde dann im März 2012 dem Oberbürgermeister schriftlich zugesagt und im Oktober 2013, als der Verlegungstermin feststand, dann auch an die Stadt überwiesen.

Alle CDU-Spender eint der Wunsch, insbesondere an die ehemaligen Hockenheimer Mitbürgerinnen und Mitbürger jüdischen Glaubens zu erinnern, deren Schicksale beinahe in Vergessenheit geraten wären.

So etwa Wolfgang Nowak, der damit erinnern will, zu welchen Taten eine Diktatur fähig ist. Günther Beeh, der für seine Kinder und Enkel ein Zeichen gegen die Nazi-Grausamkeiten setzen will. Bärbel Hesping, deren Familie das Glück hatte, keine größeren Opfer beklagen zu müssen. Und die beiden jüngsten Spender, Marcus Scholz und Christian Krämer, die mit ihrer Spende vermeiden wollen, dass Erinnerungen an ganze Familien komplett ausgelöscht werden. Ernst Bohrmann, der in Erinnerung bringen möchte, was Menschen anderen Menschen antun können. Und schließlich Ulla Mack und Herbert Kühnle, die beide möchten, dass nicht vergessen wird, was niemals wieder geschehen darf.

Der abschließende Dank der CDU’ler gilt der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Gemeinden und dem Arbeitskreis Jüdische Geschichte Hockenheim und hier insbesondere Klaus Brandenburger, die das Thema geschichtlich aufgearbeitet und somit die Einzelschicksale greifbar gemacht haben.

Das Bild zeigt neun der zwölf CDU Spender mit symbolischen Stolpersteinen vor dem Gurs-Gedenkstein.

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(v.l.n.r.: Markus Fuchs, Marcus Scholz, Christian Krämer, Ulla Mack, Günther Beeh, Siegfried Renz, Herbert Kühnle, Bärbel Hesping, Christian Hesping, Ernst Bohrmann).